Verleihung auf Schloss Sythen:

Wilhelm Haverkamp bekam die Bundesverdienstmedaille

SYTHEN In „seinem zweiten Wohnzimmer auf Schloss Sythen“, so Bürgermeister Bodo Klimpel in der Laudatio, nahm Wilhelm Haverkamp am Montagabend die Bundesverdienstmedaille entgegen. Wofür der Bauunternehmer die Auszeichnung erhalten hat, lesen Sie hier.

Wilhelm Haverkamp (2.v.l.) freute sich mit seiner Frau Hildegard über die Ehrung. Bürgermeister Bodo Klimpel (l.) und Landrat Cay Süberkrüb gratulierten.

 

Mit dieser Auszeichnung würdigte Bundespräsident Joachim Gauck das jahrelange ehrenamtliche Engagement des Sythener Bauunternehmers im kulturellen und sozialen Bereich. Landrat Cay Süberkrüb, der die Medaille überreichte, hatte die feierliche Verleihung gern auf das Schloss Sythen verlegt. Normalerweise findet die Auszeichnung im Kreishaus Recklinghausen statt.

Viele Verdienste

Süberkrüb zählte die Verdienste von Wilhelm Haverkamp auf. In den 80er-Jahren habe dieser tatkräftig den Aufbau der Sythener Wassermühle unterstützt und neben seinem Wissen auch Materialien, Geräte und personelle Hilfe zur Verfügung gestellt. Dem Förderverein Schloss Sythen ist er seit Gründung im Dezember 1996 als Vorsitzender treu.

Dass die alten Gemäuer heute als Begegnungszentrum genutzt werden können, ist ebenfalls auf das Wirken von Wilhelm Haverkamp zurückzuführen. Weitere Verdienste erwarb sich der 68-jährige Vater von drei Kindern bei der Unterstützung des Fördervereins Freibad Sythen, des Schützenvereins Sythen (als Schatzmeister) sowie des Fördervereins Rasenplatz und des Fördervereins der Martin-Luther-Schule. Außerdem stellte er seinen Bauhof als Ausflugsziel für das Kolpingwerk in Sythen zur Verfügung.

„Soziale Ader“

Süberkrüb erwähnte auch die „ausgeprägte soziale Ader“ von Wilhelm Haverkamp. Immer wieder helfe er Menschen, die in Not geraten sind. Darunter sei beispielsweise ein Mann gewesen, der ehemals zwei Gaststätten in Sythen unterhielt und nach dem Tod seiner Lebensgefährtin in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Haverkamp habe dem Mann kleine Arbeiten vermittelt und eine Wohnung gestellt.

Wilhelm Haverkamp, machte der Landrat deutlich, rede nicht viel über sein Engagement. In Zukunft solle er dies anders halten, um weitere Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. Nach Bürgermeister Klimpel zollten zahlreiche Weggefährten „ihrem Willi“ Respekt und Anerkennung. Dieser bedankte sich bei seiner Frau Hildegard und seinen Kindern.